Teilen, , Google Plus, Pinterest,

Drucken

Gepostet in:

Alternativen zu Philips Hue: Smarte Lichtsteuerung mal anders

Ein Tipp auf das Smartphone und das Licht erstrahlt in sanften Rottönen. Was mit Philips Hue geht, klappt auch mit anderen smarten Lichtsteuerungen. Wir stellen die spannendsten Alternativen vor.

© by Philips

Die Beleuchtung hat einen großen Einfluss auf unser Wohlbefinden. Kaltes, weißes Licht lässt schnell Krankenhaus-Atmosphäre aufkommen, macht uns aber am Morgen schneller wach und hilft beim konzentrierten Arbeiten. Warmes Licht erzeugt dagegen ein heimeliges Gefühl und entspannt.

Mit Farb-LED-Lampen könnt ihr beides haben. Und noch mehr. Denn ihr seid in der Lage, ganz eigene Lichtstimmungen zu kreieren: mit Grün wie eine Wiese, mit den Farben eines Sonnenuntergangs oder eines Bilds, dessen Atmosphäre ihr einem Raum entstehen lassen wollt.

Die Lichtstimmung könnt ihr ganz einfach über eine App auf dem Smartphone oder Tablet einstellen. So ist es bei Philips Hue, aber auch anderen smarten Lichtsteuerungen, die zum Teil günstiger sind und andere Funktionen bieten. Wir stellen die spannendsten Alternativen vor.

Philips Hue: Das Original

Bevor wir uns um die Alternativen kümmern, sollten wir Philips Hue nochmals kurz vorstellen und erklären, was das System so populär macht. Zunächst einmal war es das erste System auf dem Markt, worüber sich Farb-LED einfach per Smartphone steuern ließen. Man muss nur die LED-Birnen in die Lampenfassung schrauben. Dann die die Hue Bridge per LAN-Kabel mit dem Internet-Router verbinden. Und schließlich über der App (Android, iOS) die Farbe und die Helligkeit der einzelnen Lampen regeln. Gleichzeitig ist man in der Lage aus vordefinierten Szenen zu wählen, damit die Lampen in einem Raum eine bestimmte Atmosphäre erzeugen: zum Beispiel die Szenen „Sonnenuntergang“, „Nordlichter“ oder „Konzentration“.

Das Regeln der Lampen klappt von zu Hause und unterwegs. So seid ihr in der Lage, die Lampen auch von unterwegs auszuschalten, falls ihr es vergessen habt. Genauso gut könnt ihr in der App die Ortung aktiveren. Dann weiß Philips Hue, ob ihr zu Hause seid, und schaltet das Licht automatisch an oder aus.

Philips Hue: App
In der Hue-App könnt ihr Lampen einzeln regeln, Lichtszenen aktivieren oder Routinen fürs Aufwachen festlegen. (Bild: philips.de)

Aber das alles sind noch keine Alleinstellungsmerkmale von Philips Hue, wenngleich die App schon besonders leicht zu bedienen ist. Es sind mehr die Zusatzfunktionen. Die haben viel damit zu tun, dass Philips Entwicklern die Programmierschnittstelle zur Verfügung stellt. Dadurch gibt es zum einen jede Menge Apps für Philips Hue: zum Beispiel Hue Disco (Android, iOS), wodurch die Lampen im Rhythmus der Musik blinken und die Farbe ändern. Oder die App Ambilight+Hue (Android, iOS). Durch sie passen sich bei Philips-Fernsehern mit Ambilight nicht nur die LEDs im Rahmen des Fernsehers dem Bildschirminhalt an, sondern auch die Hue-Lampen.

Offenes System mit vielen Zusatzfunktionen

Zum anderen haben durch die offene Programmierschnittstelle viele Anbieter Philips Hue in ihre Smart-Home-Systeme integriert: zum Beispiel in Telekom Magenta SmartHome, innogy SmartHome oder Devolo Home Control. Und nicht nur das. Philips Hue lässt sich auch in Apples SmartHome-Plattform HomeKit einbinden, über Amazon Echo steuern und mit dem Dienst IFTTT nutzen.

Dazu kommt eine recht breite Produktauswahl. Neben den Standard-E27-Birnen gibt es auch welche mit GU10-Fassung. Sie sind jeweils als Farb-Version (), mit weißem Licht (white*) und mit veränderbarem Weißton (white ambiance*) erhältlich. Dazu kommen LED-Bänder (LightStrip*) und verschiedene Stand- und Hängeleuchten.

Philips Hue White Ambiance Starter Paket
Das Philips Hue White Ambiance Starter Paket (ca. 130 Euro) beinhaltet die Bridge, zwei im Weißton veränderbare LED-Lampen sowie einen Taster zum Dimmen der Lampen. (Bild: philips.de)

Bei der Steuerung ist man nicht auf das Smartphone angewiesen. Philips bietet auch Taster und Fernbedienung für seine Lampen an. Damit beim Betreten eines Raums das Licht automatisch angeht, gibt es außerdem einen Bewegungsmelder.

Preislich ist Philips Hue etwas teurer als die meiste Konkurrenz. Das Philips Hue White and Color E27 Starter Set kostet rund 160 Euro, eine einzelne E27-Farb-Lampe etwa 55 Euro.

Fazit: Diesen Funktionsumfang und die Vielfalt an Kombinationsmöglichkeiten mit anderen Smart-Home-Lösungen erhält man nur bei Philips Hue. Dafür ist Lichtsteuerung aber auch etwas teurer als beim Großteil der Konkurrenz.

Mehr Infos: meethue.com

Osram Lightify

Das Lichtsystem Lightify von Osram verfolgt ein ähnliches Konzept wie Philips Hue. Auch hier gibt es eine Bridge, die zu den einzelnen Lampen über den Funkstandard ZigBee kommuniziert. Die Bridge von Osram lässt sich einfach in einer Steckdose platzieren, ähnlich wie ein Schaltsteckdose. Dort nimmt sie per WLAN Kontakt mit dem Internet-Router auf.

Neben der Steuerung per App (Android, iOS) ist es bei Lightify auch möglich, das Licht über einen Taster ein- und auszuschalten. Ein Bewegungsmelder* existiert für Lightify ebenfalls sowie eine Schaltsteckdose*, über die sich angeschlossene Leuchten steuern lassen.

Große Auswahl an Lampen

Auch bei den Leuchtmitteln bietet Osram eine größere Auswahl als Philips Hue, oft sind sie auch günstiger. Eine E27-Farb-LED-Lampe* bekommt man bereits für 32 Euro. Zur Auswahl stehen auch Lampen für GU10- und E14-Fassungen sowie LED-Farbbänder für innen und außen. Die Gartenspots Mini* bieten sich an, um auch auf Terrasse angenehme Lichtstimmung zu erzeugen. Leuchten für Decken und Wände gibt es für Lightify ebenfalls, wenngleich sie weniger schick als die Modelle von Philips Hue sind.

Philips Hue Alternative: Osram Lightify Gardenspots
Die Gardenspots von Osram bereichern noch jede Terrasse. (Bild: osram.de)

Auch Osram bietet eine einfache zu bedienende App, worüber sich die einzelnen Lampen regeln, zu Gruppen zusammenfassen und Lichtszenen aktivieren lassen.

Osram Lightify App
In der Lightify-App könnt ihr über ein Drehrad auswählen, welche Farbtemperatur eine Lampe haben soll. (Bild: osram.de)

Praktisch ist, dass sich Lightify-Lampen auch mit der Philips Hue-Bridge verbinden. So kann man mit Lightify-Lampen Geld sparen und die praktischen Apps von Philips nutzen. Was jedoch nicht geht: Lightify-Lampen über die Hue Bridge per Apple HomeKit zu steuern.

Wie Hue lässt sich Lightify in andere Smart-Home-Systeme integrieren. Das sind beispielsweise Telekom Magenta SmartHome und eQ-3 Homematic. Wer Lightify-Lampen per Sprache steuern will, kann Amazon Echo verwenden.

Fazit: Osram Lightify bietet eine besonders große Auswahl an Lampen und Zubehör. Sogar noch mehr als Philips Hue und häufig zu günstigeren Preisen.

Mehr Infos: osram.de

Belkin WeMo

Wer es gerne besonders günstig hat, sollte sich Belkin WeMo genauer anschauen. Das Starter-Paket* mit der Bridge und zwei weißen LED-Lampen erhält man bereits ab 50 Euro. Wie bei Osram Lightify platziert man die Bridge in der Steckdose, wo sie per ZigBee mit den Lampen kommuniziert und per WLAN mit dem Internet-Router Kontakt aufnimmt.

Gegenüber Philips und Osram ist die Auswahl an Lampen bei Belkin WeMo recht eingeschränkt. Es gibt lediglich weiße LED-Lampen mit E27-Gewinde. Sie sind dimmbar, jedoch nicht im Weißton veränderbar. Sie lassen sich mit dem Bewegungsmelder WeMo Motion* verbinden, sodass die Lampen bei einer Bewegung automatisch angehen. Über die Schaltsteckdosen WeMo Switch* und Insight Switch* lassen sich angeschlossene Leuchten gemeinsam mit den LED-Lampen schalten.

Philips Hue Alternative: Belkin WeMo LED Lighting Starter Set
So günstig kann der Einstieg in die smarte Lichtsteuerung sein. Das WeMo LED Lighting Starter Set erhält man bereits ab 50 Euro. (Bild: belkin.com)

Über die App (Android, iOS, Kindle Fire) seid ihr auch in der Lage, Zeitpläne zu erstellen. So könnt ihr festlegen, dass sich jeden Wochentag um 9 Uhr die Lampen ausschalten, damit sie während der Arbeitszeit ganz sicher aus sind. Genauso könnt ihr bestimmen, dass die Leuchten Anwesenheit simulieren, wenn keiner zu Hause ist. Dafür gehen die Lampen nach einem Zufallsalgorithmus an und aus. Und das ist noch nicht mal alles: Per IFTTT lassen sich die Lampen von Belkin WeMo auch mit Smart-Home-Systemen verbinden.

Fazit: Die LED-Lampen von Belkin WeMo sind der kostengünstige Einstieg in die Lichtsteuerung. Klasse ist, dass es Bewegungsmelder und Schaltsteckdosen gibt, leider jedoch keine farbigen LED-Lampen.

Mehr Infos: belkin.com

Elgato Avea

Eine extra Bridge braucht es bei Elgato Avea nicht. Hier kommunizieren die einzelnen Lampen direkt mit dem Smartphone oder Tablet. Dafür benutzen die Lampen die stromsparende Version von Bluetooth namens Bluetooth Low Energy (auch „Bluetooth Smart“ genannt). Durch die fehlende Bridge ist man jedoch nicht in der Lage, die Lampen von unterwegs zu steuern.

Philips Hue Alternative: Elgato Avea
Über die Avea-App könnt ihr per Fingertipp die gewünschte Lichtatmosphäre im Raum entstehen lassen. (Bild: elgato.com)

Da die Lampen per Bluetooth funken, ist außerdem die Reichweite eingeschränkt. So kann es leicht passieren, dass sich Avea-Lampen steuern lassen, wenn man sich in einem anderen Raum aufhält. Das liegt an Bluetooth, dessen Signal relativ stark durch Wände gedämpft wird. Das ist zwar auch bei ZigBee der Fall, die einzelnen Lampen dienen jedoch als Repeater, die das Funk-Signal weiterleiten und verstärken.

Wie bei Philips Hue könnt ihr über die Avea-App (Android, iOS) die einzelnen Lampen regeln und per Fingertipp Lichtszenen aktivieren. Neben Farb-LED-Lampen* mit E27-Gewinde (ca. 35 Euro) gibt es von Elgato auch die kugelförmige Tischleuchte Avea Sphere* (ca. 100 Euro) sowie die transportable Avea Flare* (ca. 85 Euro). Die Flare besitzt einen Akku und ist wasserbeständig. So lässt sie sich innen genauso wie auf dem Balkon oder der Terrasse aufstellen, damit sie für angenehmes Licht sorgt.

Philips Hue Alternative: Elgato Avea Flare
Da die Avea Flare einen Akku besitzt, könnt ihr sie einfach mit auf den Balkon oder die Terrasse nehmen. (Bild: elgato.com)

Mehr Infos: elgato.com

Fazit: Wer ohne viel Aufwand und ohne Kosten, angenehme Lichtstimmung zu Hause erzeugen will, ist bei Elgato Avea genau richtig. Die Steuerung von unterwegs und die Kombination mit Smart-Home-Systemen ist jedoch nicht vorgesehen.

LIFX

LIFX Lampe
LIFX-Lampen brauchen keine extra Bridge, da sie sich direkt mit dem WLAN zu Hause verbinden können. (Bild: lifx.com)

Eine Zentrale ist auch bei LIFX nicht nötig. Im Gegensatz zu Elgato Avea kommunizieren die LIFX-Lampen jedoch nicht über Bluetooth mit dem Smartphone, sondern über das heimische WLAN. Das heißt, man kann die Lampen überall dort platzieren und steuern, wo es WLAN-Empfang gibt.

Ein WLAN-Empfänger braucht jedoch im Gegensatz zu Bluetooth und ZigBee relativ viel Strom. Im Standby sind es bei Lampen mit Bluetooth oder ZigBee im Normalfall unter 1 Watt, oft sogar weniger als 0,5 Watt. Bei WLAN ist es häufig doppelt so viel.

In Deutschland sind die LIFX-Lampen in zwei Varianten erhältlich: mit Farb-LEDs* und mit weißen LEDs*, die im Weißton veränderbar sind – jeweils mit E27-Gewinde. Die Installation ist besonders einfach, da man nur die App (Android, iOS, Windows Mobile) installieren und die Lampen mit dem WLAN verbinden muss. In der App kann man anschließend per Fingertipp Lichtszenen aktivieren, Lampen gruppieren oder Zeitplänen anlegen.

LIFX App
Farbe ändern oder die Lichtszene definieren geht auch mit der LIFX-App. (Bild: lifx.com)

Zubehör wie Taster oder Bewegungsmelder gibt es für LIFX-Lampen nicht. Wer sie per Taster oder Fernbedienung schalten will, kann sie jedoch mit dem Harmony Pop Switch* oder Harmony Universal-Fernbedienung* nutzen. Zusätzlich lassen sich die Lampen über Amazon Echo per Sprache steuern und mit IFTTT verbinden.

Die Preise der Lampen sind recht hoch. Für die Farb-LED-Lampe muss man rund 80 Euro rechnen. Dafür soll sie besonders hell leuchten.

Fazit: LIFX-Lampen bieten sich für alle an, die eine unkomplizierte Lichtsteuerung ohne extra Bridge wollen. Auf die Steuerung von unterwegs oder die Kombination mit anderen Smart-Home-Systemen müssen man dabei nicht verzichten, aber eine erhöhten Standby-Verbrauch in Kauf nehmen.

Mehr Infos: lifx.com

*: Affiliate-Link

Teilen, , Google Plus, Pinterest,

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.