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Bluetooth-Schalter ohne Batterien

Für batterielose Funk-Komponenten ist EnOcean im Smart-Home bekannt. Nun soll die batterielose Funktechnik auch Bluetooth-Produkten zugute kommen. Das sind die Pläne von EnOcean.

© by EnOcean GmbH

Funk-Komponenten sind der Renner im Smart-Home. Hauptsächlich weil sie sich einfach und auch nachträglich installieren lassen. Man klebt einen Funk-Sensor am Fenster fest, wo er das Öffnen registriert. Man ersetzt den Drehregler am Heizkörper durch ein smartes Funkmodell. Oder man fixiert einen Funk-Taster  mit Schrauben oder einem Klebeband an der Wand. Kabel sind keine nötig, denn die Kommunikation mit der Smart-Home-Zentrale erfolgt per Funk. Ihre Energie erhalten sie von integrierten Batterien.

Das Problem: Die Batterien geben früher oder später den Geist auf. Nach zwei Jahren ist bei den meisten Schluss. Die Batterien zu wechseln, ist nicht nur nervig, sondern kostet auch und schadet der Umwelt.

Energie aus der Umgebung

Bei vielen Funk-Produkten mit EnOcean-Technik besteht das Problem nicht. Denn sie holen sich die Energie aus der Umwelt. Taster nutzen die elektrische Energie, die durch das Drücken entsteht. Fenster-Kontakte besitzen ein Solarmodul, das das Umgebungslicht nutzt. Heizkörperthermostate ziehen ihre Energie aus der Temperaturdifferenz zwischen Heizkörper und Umgebung.

Diese batterielose Technik war lange auf Produkte beschränkt, die als Funkstandard EnOcean verwenden. Hierzulande funkt er im Bereich um 868 MHz, wo beispielsweise auch die Standards  Z-Wave und Homematic senden.

Philips Hue Tap mit EnOcean-Technik

Bereits vor über zwei Jahren öffnete sich EnOcean anderen Funkstandards. Damals kam ein Taster für die intelligenten Lampen Philips Hue auf den Markt, der sogenannte Hue Tap. Dank EnOcean-Technik kommt er ohne Batterien aus und versorgt sich rein durch die Energie, die beim Betätigen entsteht.

Solche selbstversorgende Taster sollen jetzt auch für Bluetooth Low Energie auf den Markt kommen. Dafür bietet die EnOcean GmbH batterielose Funkmodule an, die Hersteller für ihre Produkte verwenden können. Wie Zigbee nutzt Z-Wave Frequenzen um 2,4 GHz.

Dolphin-Taster für Bluetooth
Zusätzlich zu einem batterielosen Tastermodul für Bluetooth will EnOcean auch White-Label-Produkte anbieten: Funkschalter mit Einzelwippe und Doppelwippe für den amerikanischen Markt. (Foto: EnOcean)

Die Bluetooth-Module beherrschen ebenfalls NFC (Near Field Communication). Dadurch können die Hersteller die Konfiguration oder das Einbinden in ein Smart-Home-System besonders einfach gestalten. Ein Smartphone mit NFC an den Taster zu halten, kann so schon ausreichen.

Neue Marke Dolphin

Dolphin Logo

Mit den neuen Bluetooth-Funkmodulen führt EnOcean auch die Marke Dolphin ein. Er soll zukünftig batterielose Funkmodule für die Standards EnOcean, Zigbee und Bluetooth bezeichnen. So lässt sich die energieautarke Technologie besser vom EnOcean-Funkstandard abgrenzen.

Anderen Funkstandards steht EnOcean ebenfalls aufgeschlossen gegenüber. So ist es nicht ausgeschlossen, dass es in der Zukunft auch batterielose Taster für den Funkstandard Z-Wave gibt.

Bluetooth-Sensoren für 2017 angekündigt

Aktuell arbeitet EnOcean an Bluetooth-Beacons, die sich ihre Energie über ein Solarmodul aus dem Umgebungslicht holen. Solche Bluetooth-Sender gibt es heute bereits von anderen Herstellern. Sie lassen sich beispielsweise im Museum einsetzen, damit Besucher Informationen zu einem Bild auf ihr Smartphone erhalten, wenn sie vor ihm stehen und in der Reichweite des Beacons sind. 2017 sollen auch Sensormodule für Bluetooth auf den Markt kommen, beispielsweise für Tür-Fensterkontakte, Temperaturfühler oder Lichtsensoren.

Unsere Meinung: Die Entscheidung von EnOcean, energieautarke Funkmodule auch für andere Funkstandards anzubieten, wird viele Smart-Home-Fans freuen. Denn wer will schon in regelmäßigen Abständen Batterien wechseln. Mit Bluetooth und Zigbee unterstützt Dolphin bereits zwei wichtige Standards für die intelligente Lichtsteuerung. Für das komplette Smart-Home wären beispielsweise noch batterielose Funkmodule für Z-Wave wünschenswert.

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