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Loxone Showhome: So lebst sich’s mit Autopilot

Zigtausende Handgriffe und Denkprozesse soll ein Smart-Home von Loxone den Bewohnern abnehmen. Wir haben den "Autopiloten" im Loxone Showhome ausprobiert.

© by Loxone

Man kann sich viel über die Möglichkeiten eines Smart-Homes informieren. Doch was Smart-Home bedeutet und welchen Komfort es mit sich bringt, versteht man erst, wenn man ein vernetztes Haus betritt: wie die Bedienung per Smartphone, Wand-Displays und intelligenten Wandtastern funktioniert, wie die Jalousien ganz von selbst nach unten fahren oder sich automatisch die gewünschte Raumtemperatur einstellt.

Alle Möglichkeiten eines Smart-Homes erleben

Ein besonderes Showhome steht in Kollerschlag in Österreich. Denn hier zeigt der österreichische Hersteller Loxone so ziemlich alles, was mit einem Smart-Home im Allgemeinen und mit der eigenen Haussteuerung im Speziellen möglich ist.

Der Loxone Hauptsitz in Kollerschlag: Mitten im Grünen wird die Zukunft des Wohnens entwickelt. (Foto: loxone.com)

Kollerschlag ist ein kleiner Ort, nicht weit von der Grenze zu Deutschland entfernt. Neben dem Showhome gibt es in Kollerschlag nicht wirklich viele Attraktionen. Der Loxone-Hauptsitz zählt auf jeden Fall dazu. Mit seiner futuristisch, minimalistischen Architektur steht er in krassem Gegensatz zur dörflichen Idylle mit jeder Menge Natur.

Von der Architektur ist das Loxone Showhome etwas weniger spektakulär. Dennoch fällt es schon von weitem auf und ist als Gebäude von Loxone zu erkennen. Wer setzt schon bei seiner Außenfassade auf ein solch knalliges Grün, das schon aus der Ferne zwischen den Nachbarhäusern hervorsticht? Denn was für die Telekom Magenta ist, ist für Loxone Grün.

Durch die grüne Fassade ist das Loxone Showhome sofort als solches zu erkennen. (Foto: loxone.com)

Über Nacht im Loxone Showhome

Wir hatten die Möglichkeiten über Nacht im Showhome zu bleiben. Interessierte Endkunde sind dazu leider nicht mehr in der Lage, die Nachfrage nach der Eröffnung im Juni 2016 war einfach zu groß. Sie können jedoch an einer Führung durch das Showhome teilnehmen.

Vor dem Haus bekommt man bereits einen kleinen Vorgeschmack auf das, was einem im Inneren erwartet. Neben dem Garagentor befindet sich eine Ladestation von KEBA, um Elektroautos zu laden. Die Haustür öffnet man nicht einfach per Schlüssel. Man nutzt einen kleinen Metallknopf, den man gegen die Türstation hält. Loxone nennt ihn iButton. Daraufhin sperrt ein Motor die Tür auf. Gäste können über die Türsprechanlage (Loxone Intercom) entscheiden, bei wem sie klingeln wollen. Ein kleines Display zeigt dabei die verschiedenen Namen an.

Die Musik-Anlage klingelt

Loxone Intercom XL
Loxone Intercom XL (ca. 1.370 Euro): Türstation mit Kamera, Display und Leser für den elektronischen Schlüssel. (Foto: homepioneers.de)

Hat man sich entschieden, tönt nicht einfach eine gewöhnliche Klingel. Vielmehr übernimmt diese Aufgabe das Multiroom-Musik-System. Über die Lautsprecher ist der Klingelton nur im gewünschten Hausbereich zu hören. Wer vor der Tür steht, sieht man über die Loxone-App auf Smartphones und Tablets sehen. Und einen Fingertipp später ist die Tür offen.

Innen erwartet einen keine Luxus-Ausstattung, sondern das, was man auch in einem gewöhnlichen Neubau finden könnte. Was jedoch gleich auffällt, ist die Beleuchtung. LED-Sports in der Decke sind nicht weiter außergewöhnlich, versteckte LED-Streifen unter dem Tresen in der Küche, unter der abhängten Decke oder hinter dem Kopfteil vom Bett dagegen schon.  Vor allem, wenn sie so stimmungsvolles Farb-Licht erzeugen.

Ein Taster für Licht, Musik und Jalousien

Im Eingangsbereich im Erdgeschoss fällt die Beleuchtung noch nicht so auf. Im ersten Stock jedoch umso mehr. Wenn man beispielsweise abends den Wohnbereich mit Küche, Tisch, Couch und Fernseher betritt, geht automatisch das Farblicht an und erzeugt entspannte Atmosphäre. Beobachtet von den Nachbarn muss man sich dabei nicht fühlen, denn bei Einbruch der Dunkelheit fahren die Jalousien automatisch nach unten.

Loxone Showhome: Wohnbereich
LED-Streifen am Rand der abgehängten Decke erzeugen im Wohnbereich atmosphärisches Licht. LED-Spots und Lautsprecher befinden sich ebenfalls an der Decke. (Foto: loxone.com)

Eine andere Lichtstimmung erhält man, indem man auf einen der Taster an den Wänden tippt. Nicht nur das. Mit ihnen lassen sich alle wichtigen Funktionen in jedem Raum regeln. Die Taster bestehen im Showhome größtenteils aus hochwertigem Glas. Es gibt jedoch auch eine günstigere Kunststoff-Variante.

Loxone Taster
Loxone Touch pure (ab ca. 140 Euro): Glas-Taster mit fünf Sensorbereichen – in der Mitte, links und rechts jeweils oben und unten. (Foto: homepioneers.de)

Die Musikwiedergabe lässt sich mit den Tastern ebenfalls starten. Dafür tippt man jedoch nicht auf das Sensorfeld in der Mitte, sondern oben oder unten auf den Taster an seiner rechten Seite. Die beiden Tastpunkte auf der linken Seite fahren die Jalousien nach oben oder unten. Und will man alles im Raum ausschalten, tippt man zwei Mal in die Mitte des Tasters.

Durchgängiges Bedienkonzept

Diese Taster mit fünf Sensorbereichen befinden sich in allen Räumen, immer mit den gleichen Funktionen belegt. Dadurch lernt man schnell, das Haus zu steuern. Vor allem muss man so nach kurzer Zeit nicht mehr nachdenken, wo man jetzt drücken muss, um das Licht, die Musik oder die Jalousien zu steuern.

Für Spezialwünsche greift man zum Smartphone oder Tablet und nutzt die Loxone-App. Hier kann man dann eine eigene Lichtstimmung kreieren oder einen bestimmten Song auswählen.

Loxone: iPad mit Wandhalterung
Ein an der Wand montiertes iPad bietet im Wohnbereich weitreichendere Steuermöglichkeit als die Taster. (Foto: homepioneers.de)

Das Haus steuert sich selbst

Bei unserem Besuch brauchten wir die App jedoch nur selten. Denn grundsätzlich geht es in dem Loxone Showhome nicht darum zu zeigen, was sich alles per Smartphone steuern lässt. Sondern es soll vermitteln, welche Aufgaben einem ein Smart-Home abnehmen kann, um das Leben komfortabler zu gestalten. So geht abends im Wohnbereich automatisch das Licht an, wenn der Bewegungsmelder eine Person registriert. Oder beim Einschalten des Fernsehers setzt die Musik vom Multiroom-Musiksystem automatisch aus.

Loxone Showhome: Wohnzimmer
Auch der Fernseher und die Soundbar darunter sind ins Smart-Home integriert und lassen sich über Loxone-App steuern. (Bild: loxone.com)

Im Bad geht das Licht an, wenn man es betritt, und die Musik beginnt aus den Deckenlautsprechern zu spielen. Im Schlafzimmer kann man sich morgens von Musik aus den Deckenlautsprechern und dem Licht wecken lassen. Im Wellnessraum mit der Sauna wird die Lüftung im Fensterrahmen aktiv, wenn sich niemand im Raum befindet. So stört das Lüftungsgeräusch nicht. Um die Heizung muss man sich ebenfalls nicht kümmern. Zeitpläne garantieren, dass die Räume zur gewünschten warm sind, ohne sinnlos Energie zu verschwenden.

Loxone Showhome: Sauna
Selbst die Sauna ist im Showhome in die Haussteuerung eingebunden und lässt sich per App vorheizen. (Bild: loxone.com)

Wer jetzt Angst hat, dadurch die Kontrolle über das Haus zu verlieren, muss unbesorgt sein. Es lässt sich alles per App manuell anpassen und steuern. Genauso ist man in der Lage, individuelle Szenen zu aktivieren. Zum Beispiel eine Szene speziell zum Fernsehen, die den TV auf dem gewünschten Kanal einschaltet, die angeschlossene Soundbar aufweckt und das Licht dimmt. Man kann sogar über die Loxone-App den Fernseher bedienen – nahezu so, als hätte man die konventionelle Fernbedienung in der Hand.

Sich zu Hause sicher fühlen

Das Loxone Showhome zeigt nicht nur, wie komfortabel ein Smart-Home sein kann, sondern wie es auch zu mehr Sicherheit beiträgt. Die Rauchmelder in der gesamten Wohnung sind noch eher unspektakulär. Doch dass bei einem Feuer überall das Licht angeht, die Jalousien nach oben fahren und alle Rauchmelder Alarm schlagen, gibt es nur einem Smart-Home.

Um Einbrüche zu erkennen, befinden sich an Fenstern und Terrassentüren zudem Öffnungssensoren. Dazu kommen Bewegungsmelder, die nicht nur Einbrecher erkennen, sondern sich auch bei Anwesenheit darum kümmern, dass das Licht automatisch angeht.

Loxone Showhome: Ladestation
Das Elektroauto laden über die KEBA KeContact P20 Wallbox (ca. 1.000 Euro). (Foto: homepioneers.de)

Energie-Selbstversorger werden

Ein cleveres Energiemanagement darf in einem Smart-Home natürlich nicht fehlen. Im Falle des Loxone Showrooms umfasst es nicht nur die Fußbodenheizung in den einzelnen Räumen. Auch die Wärmepumpe ist in die Regelung eingebunden, sodass nur soviel Wärme zur Verfügung gestellt wird, wie die Fußbodenheizung benötigt. Der Strom für die Wärmepumpe kommt idealerweise von der Photovoltaik-Anlage: direkt oder über den Batteriespeicher, der mit eigenproduziertem Strom gefüllt ist.

Ebenfalls mit der Photovoltaik-Anlage verbunden ist die Ladesäule vor dem Haus. So lässt sich beispielsweise festlegen, dass der Strom von der Photovoltaik-Anlage zunächst die Batterie vom E-Auto lädt, bevor sie den stationären Batteriespeicher speist. Sind beide Speicher voll, kann die Energie der Photovoltaik-Anlage auch thermisch gespeichert werden. Dabei erwärmt der selbstproduzierte Strom Wasser in einem Pufferspeicher.

Die Energieflüsse visualisiert die Loxone App. So sieht man, wie viel Strom die Photovoltaik-Anlage gerade produziert, wie viel man aus dem öffentlichen Stromnetz einspeist oder wie viel Strom ins Elektro-Auto fließt.

Loxone App: Energieflüsse
Die Loxone App verdeutlicht die Energieflüsse im Haus.

Versteckte Intelligenz

Um all das zu ermöglichen, sitzt im Verteilerschrank der Loxone Miniserver, die zentrale Intelligenz im Loxone-Smart-Home. Der Miniserver erhält Informationen von Tastern, Rauchmeldern und Fensterkontakten und schickt Befehle zu Heizung, Multiroom-System und Beleuchtung.

Loxone Showhome: Verteilerschrank
Im Verteilerschrank befindet sich der grüne Loxone Miniserver verbunden mit zig Erweiterungen, die die Beleuchtung, Jalousien und Heizung in die Steuerung einbinden. (Foto: homepioneers.de)

Der Kommunikation zu den Komponenten erfolgt dabei größtenteils per Kabel, zum Teil auch per Funk (mehr dazu im Test von Loxone). Von der Technik im Hintergrund bekommt man jedoch im Normalfall nichts mit. Sie versteckt sich im Verteilerschrank sowie hinter Schaltern, im Tür- und Fensterrahmen oder in der Decke. Das Einzige, was vielleicht im Loxone Showhome auffällt, ist, dass sich an den Decken neben den Raumeldern auch Bewegungsmelder befinden.

Auffälliger ist, dass es diesem Showhome wirklich gelingt zu zeigen, wie ein Smart-Home das Leben einfacher gestalten kann: ohne dass man ein Smartphone oder Tablet braucht. Und ohne dass man erst einmal eine Anleitung lesen muss. So ist Smart-Home wirklich für jeden interessant – auch für diejenigen, die normalerweise nichts mit Technik anfangen können.

Mehr Infos: Loxone // loxone.com

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