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Telekom-Router werden zur abgespeckten Smart-Home-Zentrale

Die Telekom integriert seine Smart-Home-Plattform QIVICON in die firmeneigenen Speedport-Router. Eine neue Version der QIVICON-Zentrale soll es außerdem geben: mit schickerem Design und mehr Möglichkeiten. Das sind der Smart-Home-Pläne der Telekom.

© by Telekom

Dass die Integration in die eigenen Router kommen würde, hatten Vertreter der Telekom schon im vergangenen Jahr in Aussicht gestellt. Doch wie sie aussehen wird, war bislang unklar. Am 4. April konkretisierte die Telekom ihre eigenen Pläne auf einem Branchentreff unter dem Motto „Smart Home – Smart Partnerships“, zu dem die Telekom in Berlin einlud. So soll ein neuer Telekom Speedport-Router die QIVICON-Plattform integrieren, über die sich Produkte verschiedener Hersteller steuern lassen. Wir haben die Haussteuerung Telekom Smart Home bereits getestet, die auf der QIVICON-Plattform basiert.

Telekom Smart-Home-Router mit DECT ULE

Besitzer des neuen Telekom Speedport-Routers können dann zu Internet und Festnetz einen Smart-Home-Vertrag für eine monatliche Gebühr dazu buchen. Das Paket soll sich Magenta SmartHome nennen. Für die Vernetzung mit Smart-Home-Produkten soll der neue Speedport-Router vor allem auf DECT setzen – also den Funkstandard, den Router ohnehin zur Verbindung mit DECT-Festnetz-Telefonen verwenden, jedoch in der stromsparenden Version DECT ULE (Ultra Low Energy).

Da auf der Veranstaltung in Berlin Gigaset als neuer QIVICON-Partner vorgestellt wurde, ist zu erwarten, dass sich die Sicherheits-Produkte von Gigaset Elements einbinden lassen. Ob es noch andere geben soll, ist bislang unklar. Uns würde nicht überraschen, wenn die Telekom auch eigene DECT-Produkte auf den Markt bringt. Einen Homematic-Funkchip, um eQ3-Produkte einzubinden, soll der neue Speedport-Router im Gegensatz zur QIVION Home Base nicht besitzen. Per USB-Stick sollen sich jedoch Homematic und andere Funkstandards nachrüsten lassen.

Der neue Speedport-Router soll spätestens Anfang 2017 erhältlich sein. Ein Software-Update für ältere Speedport-Router soll es nicht hingegen geben, das sie fit für Smart-Home macht.

Telekom Smart Home Router
Christian von Reventlow, Chief Produkt & Innovation Officer bei der Telekom, zeigte in Berlin bereits die neuen Smart-Home-Gateways: die neuen QIVICON Home Base (links) sowie den Speedport-Router (rechts). (Foto: home pioneers)

Neue QIVICON Home Base mit zusätzlichen Funkstandards

Schon vorher soll eine neue QIVICON Home Base auf den Markt kommen. Auf der Veranstaltung in Berlin wurde bereits ein Bild gezeigt. Demnach erhält die neue Smart-Home-Zentrale ein moderneres Design. Auch die Ausstattung wird sich ändern. So soll die neue Version nicht mehr nur einen Funk-Chip für Homematic besitzen, sondern auch für ZigBee und DECT.

Die neue Zentrale soll im zweiten Halbjahr 2016 erhältlich sein. Für diesen Zeitraum ist auch ein Software-Update angekündigt, das QIVICON kompatibel mit Homematic IP macht.

Mit all diesen Innovationen möchte die Telekom zur führenden Smart-Home-Plattform in Europa werden. Um dieses Ziel zu erreichen, sucht die Telekom weiterhin fleißig nach Kooperationspartnern für QIVICON. Das war auch der Hauptanlass für die Veranstaltung in Berlin. Denn die Telekom will den Markt nicht einfach den US-Giganten Apple, Google oder Amazon überlassen, die ähnliche Plattform-Ansätze besitzen.

Unsere Meinung zu den Smart-Home-Plänen der Telekom: Die Integration von Smart-Home-Funktionen in Speedport-Router macht den Einstieg ins Smart-Home noch einfacher. Denn so spart man sich die Anschaffungskosten für eine extra Smart-Home-Zentrale. Eine clevere Idee, die andere ebenfalls hatten: Google mit seinen OnHub-Routern, AVM mit seiner FRITZ!Box wie auch TP-Link und Securifi. Internet-Router könnten also in der Zukunft Smart-Home-Zentralen ganz überflüssig machen.

Mehr Informationen: Telekom Smart Home // www.smarthome.de

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