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Test: Was bringt ein smarter Ventilator?

Braucht man einen vernetzten Ventilator? Wir haben es am inLine SmartHome Tischventilator getestet und sind zum Schluss gekommen, dass sich bei ihm diese Frage überhaupt nicht stellt.

Mittlerweile erhält man so gut wie alles vernetzt – also auch Ventilatoren. Nicht immer hat die Vernetzung aber einen wirklichen Nutzen. Deshalb wollten wir einmal in der Praxis ausprobieren, ob und welche Vorteile ein solcher vernetzter Ventilator mit sich bringt.

Für diesen Praxistest war die Intos Electronic AG mit Sitz in Gießen so nett, uns einen Ventilator ihrer Eigenmarke InLine zu schicken. Das Produktsortiment von InLine mit mehr als 4.500 Produkten umfasst eine Reihe smarter Produkte. Viele davon basieren auf Technik von Tuya.

Wer Tuya nicht kennt: Tuya ist ein chinesischer OEM-Hersteller für verschiedenste vernetzte Produkte: vom Ventilator, über Saugrobotor, LED-Lampen bis hin zu Bewegungsmeldern. Produkte mit Tuya-Basistechnologie gibt es außer von InLine beispielsweise auch vom Elektronik-Versand Pearl (u. a. Luminea-Produkte) und vom Hersteller und Distributor Hama. Viele dieser Produkte dürften sich also zu einem Smart-Home-System verbinden lassen, sodass sich die Produkte beispielsweise gemeinsam über die Tuya-App „Smart Life“ (Android/iOS) bedienen lassen.

inLine SmartHome Tischventilator: Tasten
Über die vier Tasten könnt ihr den Tischventilator ein- und ausschalten, die Rotationsgeschwindigkeit bestimmen (3 Stufen), einen Timer einstellen und entscheiden, ob er sich seitlich schwenken soll (Tasten von rechts nach links).

Den smarten Ventilator einrichten

Auch für den inLine SmartHome Tischventilator wird die Smart Life-App von Tuya empfohlen. Über die App richtet man zunächst den Ventilator ein. Dabei verbindet man ihn mit dem WLAN und der Tuya-Cloud, sodass sich der Ventilator zu Hause und unterwegs per App steuern lässt. Das Einrichten  lief nach Startschwierigkeiten recht reibungslos. Laut der App muss man den „An/Aus“-Taster am Ventilator sechs Sekunden lang drücken, um ihn in den Anlernmodus zu versetzen. Wie wir erst nach einigen Versuchen bemerkten, befand sich der Lüfter bereits im Anlernmodus.

Die App bringt alle Funktionen mit, die sich auch über die Tasten am Ventilator aufrufen lassen. Man kann den Lüfter ein- und ausschalten, bestimmen, ob der Lüfter seitlich rotieren soll, die Rotationsgeschwindigkeit regeln sowie einen Timer definieren, nach welcher Zeit er sich ausschalten soll (1 bis 4 Stunden). Auch der Schlafmodus lässt sich per App aktivieren. Leider sind in der App nicht alle Sachen korrekt übersetzt, was die Bedienung unnötig erschwert. So wird „Power“ beispielsweise mit „Macht“ übersetzt.

Über die Smart Life-App könnt ihr alle wichtigen Funktionen des Ventilators steuern. Leider sind nicht alle Übersetzungen korrekt.

Den Ventilator automatisieren

Über die App könnt ihr auch Automationen erstellen. Ihr seid in der Lage, einen Zeitplan anzulegen, zu welchen Zeiten sich der Lüfter einschalten soll. Außerdem könnt ihr Wenn-Dann-Regeln definieren. Zum Beispiel, dass sich bei einer Bewegung der Lüfter automatisch einschaltet. Und dass sich der Lüfter wieder ausschaltet, wenn keine Bewegung mehr erkannt wird – also sich keiner mehr im Raum befindet. Das haben wir mit dem InLine Smart Home Bewegungsmelder auch gleich ausprobiert.

Das Anlegen der Automation ist über die App einfach. Man legt zwei Regeln an. Eine Regel schaltet den Lüfter bei Bewegung ein, die andere wieder aus, wenn keine Bewegung mehr erkannt wird. Das einzige Problem dabei: Man kann nicht festlegen, wie lange eine Bewegung ausbleiben muss, damit sich der Ventilator ausschaltet. So geht der Lüfter bereits nach einigen Sekunden wieder aus, nachdem er sich eingeschaltet hat, auch wenn man sich noch im Erfassungsbereich des Bewegungsmelders befindet. Das könnt man verhindern, indem man sich ständig vor dem Melder bewegt (ein Tippen auf die Tastatur reicht nicht aus). Das ist aber nicht wirklich alltagstauglich.

inLine SmartHome Tischventilator Automation
Über die Smart Life-App lassen sich auch Automationen anlegen. In diesem Fall: Wenn der Bewegungsmelder keine Bewegung mehr erkennt, soll sich der Ventilator ausschalten.

Wem diese Funktion wichtig ist, findet bestimmt eine Plattform, die diese Möglichkeit mitbringt. Tuya-Produkte wie der Lüfter lassen sich  zum Beispiel in Node-Red oder Home Assistant einbinden. Darüber hinaus ist der Lüfter mit IFTTT, Amazon Alexa und Google Assistant kompatibel. Ihr könnt den Ventilator also auch einfach per Zuruf ein- und ausschalten.

Meine Einschätzung zum inLine SmartHome Tischventilator

Braucht man also einen vernetzten Ventilator? Mit dem „Brauchen“ ist es immer so eine Sache. Ein vernetzter Ventilator hat auf jeden Fall einige Vorteile. Ich kann beispielsweise unterwegs checken, ob der Ventilator noch läuft und ihn gegebenenfalls ausschalten. Ich kann über Geo-Fencing den Lüfter automatisch ausschalten, wenn ich das Haus verlasse. Und ich kann den Ventilator per Sprache einfach ein- und ausschalten. Dass ich den Lüfter zu Hause über die App steuere, wird eher seltener der Fall sein. Das geht meist über die Tasten am Lüfter schneller.

Bewertung im Detail

  • Ausstattung
  • Bedienung
  • Einsteiger-Freundlichkeit
  • Preis/Leistung
  • Verarbeitung
7.5 10 gut

Die erwähnten Vorteile sind mir persönlich nicht besonders wichtig, weshalb ich dafür keinen besonders hohen Aufpreis gegenüber einem unvernetzten Modell zahlen würde. Der inLine Tischventilator ist mit einer Preisempfehlung von rund 80 Euro im Preisbereich vieler unvernetzten Ventilatoren. Deshalb erübrigt sich in diesem Fall die Frage. Und, was ich fast vergessen hätte: Seine Kernaufgabe, das Kühlen, erledigt er sehr gut und ist dabei angenehm leise.

Mehr Infos unter: www.inline-info.com/de/themenwelten/smart-home/produkte/

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