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Die spannendsten Systeme zur smarten Heizungssteuerung

Energie sparen und es trotzdem warm in der Wohnung haben. Mit der richtigen, smarten Heizungssteuerung kein Problem. Diese Lösungen können wir empfehlen.

© by tado

Am Morgen ein eiskaltes Bad zu betreten oder nach der Arbeit in einer kühlen Wohnung anzukommen, davor graust es viele. Manche greifen deshalb zu rigorosen Mitteln und lassen die Heizung nachts und während der Arbeitszeit durchlaufen. Über eine gesalzene Heizungsrechnung dürfen sie sich aber nicht wundern.

Smarte Heizungssteuerung für weniger Energiekosten und mehr Komfort

Mit einer smarten Heizungssteuerung könnt ihr beides haben: Eine warme Wohnung, wenn ihr sie braucht, und niedrige Energiekosten. Zusätzlich seid ihr in der Lage, die Heizung von überall per Smartphone zu regeln. Dadurch könnt ihr beim Nachhauseweg von der Arbeit oder dem Urlaub die Wohnung schon mal vorheizen.

Noch praktischer, wenn einem die smarte Heizungssteuerung diese Aufgabe gleich abnimmt. Dafür wissen einige Lösungen, wo sich die Bewohner gerade befinden. Ist keiner zu Hause, geht die Heizung automatisch in den Sparmodus. Befindet ihr euch auf dem Nachhauseweg, regelt sich die Heizung hoch, damit euch eine warme Wohnung empfängt.

Die Heizung regelt sich von selbst

Oder ihr legt einen über einen Zeitplan fest, wann sich die Heizung auf welche Temperatur aufwärmen soll. Wer zusätzlich einen Fensterkontakt montiert, kann einen Heizkörper auch automatisch in den Sparmodus schicken, sobald ihr ein Fenster im selben Raum öffnet.

eQ-3 Homematic IP Tür-Fensterkontakt
Der Tür-Fensterkontakt für das Smart-Home-System eQ-3 Homematic IP erkennt das Öffnen und Schließen von Fenstern und Türen. (Foto: eq-3.de)

Es gibt zahlreiche smarte Heizungssteuerungen, die ihr bei euch installieren könnt. Zum einen könnt ihr euch für ein universelles Smart-Home-System entscheiden, die meist die Steuerung der Heizung beinhalten. Viele  können jedoch nur Heizkörper regeln. Eine Ausnahme ist beispielsweise innogy SmartHome (früher RWE SmartHome), das auch Fußbodenheizungen und Thermen von Buderus einbindet. Weitreichende Regelungsmöglichkeiten für Heizkörper, Fußbodenheizungen und Thermen bieten auch die Smart-Home-Zentrale WiButler Pro und und die Haussteuerung eQ-3 Homematic IP. Beide Lösungen haben wir bereits getestet (WiButler Pro Test, eQ-3 Homematic IP Test).

Ihr könnt euch aber auch für eine spezielle Heizungssteuerung entscheiden. Sie gehen in der Heizungsregelung nicht nur weiter als die meisten universellen Smart-Home-Systeme – was mehr Einsparpotential verspricht. Sie sind häufig auch einfacher einzurichten und zu bedienen. Diese fünf Lösungen können wir dabei besonders empfehlen. Sie alle lassen sich einfach nachrüsten, da sie auf Funk für die Vernetzung setzen, und sind so auch für Mietwohnungen interessant.

eQ-3 MAX!

Wer es besonders günstig haben will, sollte sich die Heizungssteuerung MAX! vom deutschen Smart-Home-Spezialitsten eQ-3 genauer anschauen. Für den Start braucht ihr nicht mehr als ein smartes Heizkörperthermostat, über das ihr einstellt, wann der Radiatoren heizen und wann er in den Sparmodus gehen soll. Wie bei allen vorgestellen Lösungen arbeitet es mit einem Motor, der das Heizkörperventil öffnet und schließt und so die Temperatur reguliert. Die Energie erhält das Thermostat von auswechselbaren Batterien.

Ihr könnt das Heizkörperthermostat mit einem Tür-Fensterkontakt koppeln, der erkennt, wenn ihr ein Fenster öffnet. Um einen oder mehrere Heizkörperthermostate zu steuern, gibt es auch ein Raumthermostat mit Regler. Kontakt zueinander nehmen die Komponenten über einen proprietären Funkstandard auf. Eine extra Zentrale ist nicht nötig.

eQ-3 MAX! App
Über die App könnt ihr von zu Hause und unterwegs die Temperatur der Heizkörper regeln. (Foto: eq-3.de)

Ihr braucht jedoch die Zentrale, um die Heizkörper per Smartphone von zu Hause und unterwegs zu steuern. Den sogenannten Cube schließt ihr per LAN-Kabel an den Internet-Router an.

Günstige Preise

Die Preise von eQ-3 MAX! sind kaum zu schlagen. Die Heizkörperthermostate und Tür-Fensterkontakte bekommt ihr bereits ab 18 Euro. Bei anderen Systemen zahlt ihr häufig mehr als doppelt so viel. Dafür gewinnen die Komponenten keinen Design-Preis.

Das MAX!-System gibt es bei mobilcom-debitel auch zur Miete. Den Cube mit zwei Heizkörperthomasten und einem Tür-Fensterkontakt bekommt ihr dort für einen Einmalpreis von 9 Euro und 9 Euro monatlich. Dazu erhält ihr das Versprechen mindestens 20 Prozent der Heizkosten zu sparen, ansonsten bekommt ihr euer Geld zurück.

Ihr solltet bei eQ-3 MAX! jedoch im Hinterkopf behalten: Man kann mit dem System keine Fußbodenheizungen oder Thermen regeln. Und wer später auch andere Bereiche im Haus per Smartphone steuern will, kann MAX! nicht in andere Smart-Home-Systeme integrieren.

eQ-3 MAX!
Die Zentrale namens Cube verbindet sich unter anderem mit Raumthermostaten, Heizkörperreglern und Tür-Fensterkontakten. (Foto: eQ-3.de)

Regelt: Heizkörperthermostate
Preise: Zentrale (ab 43 Euro), Heizkörperthermostat (ab 18 Euro), Tür-Fensterkontakt (ab 18 Euro)
Preis Beispielpaket*:  150 Euro
Steuerung per: App (Android, iOS), Web-Browser, Raumthermostat (30 Euro), Wandtaster (15 Euro)
Regelung anhand Zeitplan/ Standort: ja / nein
Funkstandard: proprietär (868 MHz)
Mehr Infos: eQ-3

Danfoss Link

Universeller einsetzbar als eQ-3 MAX! ist die smarte Heizungssteuerung Link von Danfoss. Mit ihr lassen sich Heizkörper, Fußbodenheizung und Therme regeln. Die Zentrale funkt bei Danfoss nicht nur zu den einzelnen Komponenten und dem Internet-Router, sondern ist gleichzeitig die zentrale Bedieneinheit. Über ihr Touch-Display könnt ihr die Temperatur in den einzelnen Räumen bestimmen.

Extra Tür-Fensterkontakte braucht ihr bei Danfoss Link nicht. Die Heizkörperthermostate erkennen, wenn die Temperatur im Raum abrupt absinkt und auf diese Weise geöffnete Fenster. Für das Einbinden der Fußbodenheizung ist eine Steuereinheit (ab 170 Euro) zuständig. Sie besitzt mehrere Aktoren, die man mit den Stellantrieben verbindet, die die Temperatur in den einzelnen Räumen regeln. Thermen und elektrische Verbraucher lassen sich über ein Relais ein- und ausschalten.

Heizungssteuerung per App testen

Wer die Steuerung über die App Danfoss Link (Android, iOS) ausprobieren will, kann in der App einen Demo-Modus aktivieren. Für die Vernetzung nutzt Danfoss den Funkstandard Z-Wave. Die Komponenten zur Heizungssteuerung lassen also auch in andere Smart-Home-Systeme einbinden.

Danfoss Link und App
Bei Danfoss lässt sich die Heizung per App und über den Zentralregler steuern. (Foto: danfoss.de)

Regelt: Heizkörperthermostate, Fußbodenheizung, Therme
Preise:  Zentrale (ab 180 Euro), Heizkörperthermostat (ab 60 Euro)
Preis Beispielpaket*: 420 Euro (ohne Tür-Fensterkontakte)
Steuerung per: App (Android, iOS), Zentralregler (ab 180 Euro), Raumthermostat (ab 80 Euro)
Regelung anhand Zeitplan/ Standort: ja / nein
Funkstandard: Z-Wave (868 MHz)
Mehr Infos: Danfoss

Evohome by Honeywell

Auch bei Evohome by Honeywell besitzt die Zentrale ein Touch-Display, worüber ihr die smarte Heizungssteuerung einrichten und bedienen könnt. Das funktioniert auch über die zugehörige App auf Smartphones und Tablets. Dafür muss die Zentrale nur mit dem Internet-Router verbunden sein.

Die Evohome-Zentrale nimmt per Funk Kontakt zu Heizkörper-Thermostaten (HR92, 60 Euro) auf, die auch offene Fenster erkennen und sich in Abhängigkeit davon herunterregeln. Zuverlässiger funktioniert das generell mit Tür-Fensterkontakten. Deshalb bietet Danfoss auch die Option welche einzubinden (HCA30, 15 Euro).

Die Fußbodenheizung lässt sich wie bei Danfoss Link über eine Steuereinheit mit mehreren Aktoren (HCC80, ab 240 Euro) regeln. Wer Thermen vernetzten will, kann das bisherigen Raumthermostat durch ein vernetztes Modell von Honeywell (T87RF, 80 Euro) ersetzen.

Bei Abwesenheit automatisch sparen

Standardmäßig lässt sich Evohome nicht in Abhängigkeit vom eigenen Standort regeln. Ihr könnt jedoch Evohome mit dem Dienst IFTTT verknüpfen. Hier könnt ihr beispielsweise über die GPS-Ortung des Smartphones festlegen, dass sich die Heizung herunterregelt, wenn ihr das Zuhause verlässt. Und noch eine Spezialität bietet Evohome. Die Heizung lässt sich über Amazon Echo auch per Sprache steuern.

Heizungssteuerung Evohome by Honeywell
Der Zentralregler verbindet sich per Funk mit den Heizkörperthermostaten und der Steuereinheit für die Fußbodenheizung (unten), die fünf Zonen regeln kann. (Foto: honeywell.com)

Regelt: Heizkörperthermostate, Fußbodenheizung, Therme
Preise: Zentrale (ab 170 Euro), Heizkörperthermostat (ab 60 Euro), Tür-Fensterkontakt (opt., ab 15 Euro)
Preis Beispielpaket*: 440 Euro
Steuerung per: App (Android, iOS), Web-Browser, Zentralregler (170 Euro), Raumthermostat (80 Euro), Sprache
Regelung anhand Zeitplan/ Standort: ja / ja (per IFTTT)
Funkstandard: proprietär (868 MHz)
Mehr Infos: Honeywell

alphaEOS App
Die App von alphaEOS zeigt neben der Temperatur auch die Luftfeuchtigkeit an. (Foto: alphaeos.com)

alphaEOS

Das Stuttgarter Start-Up alphaEOS ist Spezialist für smarte Heizungssteuerung. Ihre Lösung geht deshalb an manchen Stellen weiter als die von Mitbewerbern. So lernt das System, wie lange ein Raum braucht, um sich aufheizen. Wenn ihr also festlegt, dass die Wohnung um 18 Uhr 21 Grad besitzen soll, beginnt sie rechtzeitig vorher zu heizen. Andere Systeme fangen erst um 18 Uhr mit dem Heizen an.

Das Regeln der Radiatoren übernehmen wie bei den anderen Systemen funkende Heizkörperthermostate. Für die Fußbodenheizung gibt es eine Steuereinheit mit mehreren Aktoren für die Stellantriebe (ab 175 Euro).

Vorausschauende Regelung über die Wetterprognose

Was beim Regeln von träge reagierenden Fußbodenheizung praktisch ist: alphaEOS bezieht in die Steuerung auch die Wetterprognose ein. Steht eine Kältewelle an, startet alphaEOS rechtzeitig mit dem Heizen der Wohnung.

alphaEOS überwacht ebenfalls die Luftfeuchtigkeit. Dadurch kann die alphaEOS-App Tipps geben, in welchem Raum ihr wann wie lange lüften sollt, um Schimmel zu vermeiden.

Im Gegensatz zu vielen anderen smarten Heizungssteuerungen lässt sich über die Heizkörper- (80 Euro) und Raumthermostate (135 Euro) die Temperatur nicht manuell anpassen. Das geht nur über die App.

alphaEOS Starter-Kits
Das alphaEOS Starter-Kit S (ca. 360 Euro) besteht aus der Zentrale (Base), einem Raumsensor mit Solarzelle (Sense) und einem Heizkörperthermostat (Drive). (Foto: alphaeos.com)

Regelt: Heizkörperthermostate, Fußbodenheizung
Preise: Zentrale (ab 200 Euro), Heizkörperthermostat (ab 80 Euro), Tür-Fensterkontakt (nur auf Anfrage)
Preis Beispielpaket*: 520 Euro (ohne Tür-Fensterkontakt)
Steuerung per: App (Android, iOS)
Regelung anhand Zeitplan/ Standort: ja / nein
Funkstandard: EnOcean (868 MHz)
Mehr Infos: alphaEOS

tado

Lange war die tado-Lösung vor allem für Gas-Etagen-Heizungen interessant, die über ein zentrales Raumthermostat geregelt werden. Denn vernetzte Heizkörperthermostate gab es von dem Start-Up aus München nicht.

Das smarte Raumthermostat von tado ersetzt dabei den konventionellen Temperaturregler der Therme. Dadurch lässt sich die Heiztemperatur nicht nur über das Smartphone und Zeitpläne regeln. Das tado-Thermostat kann auch den aktuellen Aufenthaltsort in die Regelung einbeziehen, indem es die GPS-Ortung vom Smartphone nutzt. So reduziert sich automatisch die Heiztemperatur, wenn ihr das Haus verlässt und erhöht sich, wenn ihr euch dem Zuhause nähert.

Therme und Fußbodenheizung intelligent regeln

Über eine Zusatzbox, die direkt an die Therme angeschlossen wird, lassen sich auch Thermen ohne Raumthermostat mit tado steuern. Die Zusatzbox funkt dann zum tado-Thermostat. Wer eine Fußbodenheizung hat, kann das Thermostat auch für sie nutzen.

Seit kurzem lassen sich auch die Heizkörper in den einzelnen Räumen regeln. Dafür hat tado die passenden Heizkörperthermostate im Programm. Auch sie ziehen den eigenen Standort in den Steuerung mit ein.

tado Thermostat
Das tado Thermostat bezieht euren Aufenthaltsort in die Heizungsregelung mit ein. (Foto: tado.com)

Temperatur per Sprache bestimmen

Die Heizkörperregler und Thermostate von tado lassen sich auch per Sprache steuern. Das geht über Amazon Echo und Apples Sprach-Assistenten Siri. Damit tado auf Siri hört, ist die neueste Version der Internet-Bridge (Version 3) nötig, die die Heizkörperregler und Thermostate mit dem Heimnetz und dem Internet verbindet. So lässt sich tado in Apples Smart-Home-Plattform HomeKit einbinden und damit auch gemeinsam mit anderen HomeKit-kompatiblen Smart-Home-Systemen nutzen. Zur Vernetzung mit anderen Smart-Home-Systemen könnt ihr tado ebenfalls mit IFTTT verbinden.

tado bietet seine Produkte nicht nur zum Kauf, sondern auch zum Mieten an. So könnt ihr zum Beispiel derzeit monatlich 4 Euro (normal 6 Euro) für zwei Heizkörperthermostate und die Internet-Bridge zahlen anstatt einmal 200 Euro.

tado Heizkörper-Thermostat
Das tado Heizkörper-Thermostat lässt sich manuell und per App regeln. (Foto: tado.com)

Regelt: Heizkörperthermostate, Fußbodenheizung, Therme
Preise: Internet-Bridge (nicht alleine erhältlich),  Heizkörperthermostat (80 Euro) / Tür-Fensterkontakt (nicht erhältlich)
Preis Thermostat: 250 Euro inkl. Internet-Bridge; alleine 130 Euro
Preis Beispielpaket*: 360 Euro (ohne Tür-Fensterkontakt)
Steuerung per: App (Android, iOS, Windows Phone), Web-Browser, Sprache, Raumthermostat
Regelung anhand Zeitplan/ Standort: ja / ja
Funkstandard: 6LoWPAN (868 MHz)
Mehr Infos: tado

*Beispielpaket besteht aus Zentrale, 4x Heizkörperthermostat, 2x Tür-Fensterkontakt

 

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